Nürnberg Convention Center

Messe

Einfach riesig – CCN Ost, Nürnberg

Besonders zeitsparende Formteile


Nürnbergs Kongresszentrum gelingt der Spagat zwischen emotionaler Architektur, klarer Funktionalität und flexibler Technik. Das imposante runde Atrium staffeln abgetreppte Formteile, mit denen sich weit mehr Zeit als üblich sparen lässt.
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Hauptschule Sundern altes Klassenzimmer
Hauptschule Sundern altes Klassenzimmer
Nach dreijähriger Bauzeit und mit einem Investitionsvolumen von 60 Mio. Euro ist in Nürnberg eines der modernsten Kongresszentren Europas offiziell an den Start gegangen. Harmonische Formen und klare Farben prägen die Gestaltung. Mit 280.000 m³ umbautem Raum ist das CCN so groß wie 300 Einfamilienhäuser. Sechs Stockwerke und knapp 40 Meter hoch erhebt es sich auf einer Fläche von 140 mal 75 Metern. Bei aller Größe: Die doppelschalige, gläserne Fassade - nur durchzogen von schmalen Aluminium Bändern - lässt den Baukörper transparent, fast filigran erscheinen. Zwischen den Glasfronten schaffen Luftpuffer hohes Energiesparpotential.
Hauptschule Sundern Flur

Riesige Rundung

Hauptschule Sundern Flur
Dreh- und Angelpunkt ist das eindrucksvolle lichtdurchflutete Atrium - gekrönt von einem 900 qm großen, runden Glasdach mit einem Durchmesser von 40 Metern. Zum Atrium hin erstrecken sich weitflächige Galerien. "Kommunikationsmöglichkeiten, Offenheit und Transparenz sind Voraussetzungen für einen Ort der Begegnung. Die Form folgt der Funktion", erläutert Architekt Peter Vogel von der Architektengesellschaft S+P. Der Lichthof bildet ein zentrales Kommunikationsforum, das gleichermaßen eine Verbindung zwischen Eingangsfoyer und Konferenzbereich schafft. Die notwendige Konstruktionshöhe von fast 40 Metern staffeln und strukturieren schmale, elegante Lichtbänder: „Ein interessanter Beleuchtungseffekt, der besonders am Abend brilliert“, beschreibt Vogel.

Übliche Arbeitsgänge überflüssig

Je zwei Lichtbänder – integriert in kantig gestaffelte Abtreppungen – runden die drei Ebenen zum Atrium hin ab. Die Abtreppungen bestehen aus individuell gefertigten Formteilen. In den angrenzenden Bereichen kamen über 10.000 qm Lochplatten zur Verbesserung der Raumakustik zum Einsatz. „Für Siniat- Elemente sprach die Möglichkeit, Formteile und Lochplatten aus einem Stück zu fertigen: Die Elemente werden im ersten Arbeitsgang gelocht und im nächsten Schritt zu Formteilen weiterverarbeitet - beispielsweise zu U-Kästen mit integriertem, gelochten Rand. Dadurch braucht man die Kanten nicht mehr zu verspachteln und benötigt deutlich weniger Arbeitszeit vor Ort", erklärt Matthias Lange, technischer Berater bei der Siniat GmbH.
Hauptschule Sundern Sanierung
Hauptschule Sundern Sanierung
Über die bekannten Vorteile vorgefertigter Elemente hinaus haben die LaForm Formteile in der Rotunde einen zusätzlichen Zeitspareffekt: Sie bestehen aus LaDeko, einer Gipsplatte mit vorgrundiertem weißen Gipskarton. Kombiniert mit einem speziell darauf abgestimmten Fugenfinish präsentiert sich die Oberfläche unmittelbar nach der Verarbeitung homogen und hochwertig. Das patentierte LaDekosystem eignet sich besonders für die Oberflächenqualität Q3 (Sonderverspachtelung). Das Verspachteln der Kartonporen entfällt denn dieser Arbeitsgang ist wegen der Vorgrundierung nicht mehr notwendig.

Schattenfugen hat Siniat mittels werkseitig angebrachter Plattenstreifen mit kartonummantelten Kanten versehen. Auf diese Weise erübrigt es sich, Profile vor Ort einzuspachteln.
Nürnberg Convention Center
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Der ausführende Trockenbauer – die Lindner AG aus Arnstorf – hat angesichts der Dimension des Atriums eine individuelle Befestigungstechnik entwickelt und die Formteile exakt auf diese Spezialbefestigung abgestimmt. Im Anschluss an das Lichtdach verläuft eine Nut über den vollen Umfang von 108 Metern. Der runde Grundriss springt auf allen drei Ebenen an den großzügig bemessenen Rolltreppenbahnen zurück. Hier kamen gerade L-Winkel zum Einsatz. Ansonsten dominieren gebogene L-Winkel mit einem Radius von etwa 15 Metern. Die drei Stufen pro Ebene haben eine vorgegebene Gesamthöhe von rund 650 mm. „Hätte man die Stufen in einem Stück vorgefertigt, wären die Elemente zu schwer geworden", erläutert Bernhard Heigl von der Lindner AG „Das könnte niemand mehr transportieren bzw. montieren. Deshalb haben wir von oben nach unten gebaut und die Winkel voneinander abgehängt: Die zweite Stufe ist vorne an die Erste angedübelt, die Dritte an die Zweite. Die dritte Stufe ist zudem an der Rohdecke befestigt. Die beiden schmalen Lichtbänder an den Rändern der zweiten Abtreppung hat der Elektriker zeitgleich mit der Montage dieser Stufe installiert. Nach der Gesamtmontage wäre er nicht mehr daran gekommen." Voraussetzung für kurze Montagezeiten sind passgenau vorgefertigte Elemente mit exakten Radien. „Das war bei den LaForm-Teilen absolut gewährleistet", berichtet Heigl.
Auch Architekt Vogel zieht ein positives Fazit: „Vor circa 7 Jahren haben wir ein Gebäude dieser Größe und mit diesem Anspruch noch in konventioneller Bauweise realisiert. Im Verhältnis dazu ermöglichen die Formteile sehr differenzierte Raumformen. Vor allem aber gewährleisten sie erhebliche qualitative Verbesserungen und eine wesentlich kürzere Bauzeit.“

Die Deckenstruktur des Atriums, mit einer Kombination aus gelochten und ungelochten Bereichen, spiegelt sich in den angrenzenden Konferenzräumen wider. Auch hier finden sich bemerkenswerte Details: Im Konferenzraum Tokio sorgen acht unterschiedlich geneigte Deckensegel für optimale Schallreflektion. Auch im Mehrzweckraum Sydney ist die Decke im konstruktiven Raster der Stützen gegliedert.

In den abgehängten Deckenspiegel sind Leuchtkörper sowie Acrylglasscheiben eingearbeitet. Diese lassen sich im gesamten Farbspektrum des Regenbogens steuern.

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